PzBtl 33

Bild1-e1440417998970

Panzerbataillon 33 vom M 47 zum Leopard 2A5 LeoRahmen

Am 1. Dezember 2003 jährte sich für das Panzerbataillon 33 der 45.Geburtstag. Grund genug für das Bataillon, zurück an  den 1. Dezember 1958 zu denken, den Aufstellungstag des Panzerbataillons 33.

Die GründungszeitM47

Mit Panzern des Typs M 47, die teilweise noch aus dem Koreakrieg stammten, wurden zu der Zeit die beiden Kampfkompanien ausgestattet. Das Bataillon bestand nämlich in seiner Anfangsphase aus einer Stabs- und Versorgungskompanie und zwei Einsatzkompanien. Aufstellungsort war Munster-Lager.

Nach nur 4 Monaten, also im März 1959, erfolgte die Verlegung des Bataillons von Munster-Lager in das 120 km entfernte Barmer/Dörverden. Hier wurde im April 1959 die Ausrüstung mit insgesamt 58 M47 abgeschlossen. Zugleich kamen die ersten Wehrpflichtigen, mit denen der Ausbildungsdienst aufgenommen wurde.

Bereits ein Jahr später begann die Umrüstung Vom M 47 auf den Kampfpanzer M 48, die 1961 zum Abschluss gebracht wurde. Der erste Auslandsaufenthalt in Castlemartin, Südweales, und die erste Divisionsgefechtsübung noch im gleichen Jahr bildete die Schwerpunkte und zugleich die Höhepunkte des Jahres 1962.

Zwei Ereignisse prägten das Jahr 1965: im April wurde die vom Bundespräsidenten verliehene Truppenfahne an das Panzerbataillon 33 übergeben; ebenfalls noch im gleichen Jahre fand die Verlegung von Barme/Dörverden in den jetzigen Standort Neustadt a. Rbge, Ortsteil Luttmersen statt.

Beginn der Leopard-Zeit

Nur 5 Jahre hatte das Bataillon mit M 48 ausbilden müssen, denn 1966 wurde es mit dem von Deutschland neu entwickelten Kampfpanzer Leopard I ausgerüstet. In diesem Jahr wurden auch die ersten Patenschaften zwischen den Kompanien und umliegenden Gemeinden gebildet.

107Für das Panzerbataillon 33 waren die Teilnahmen an den Canadien-Army-Trophy-Schießen 1968 und 1970
besonders herausragende Ereignisse. Im Jahr 1968 wurde sowohl in der Einzel- als auch in der Gesamtwertung jeweils der zweite Platz erreicht. Zwei Jahre später 1970 belegte das Bataillon in der Einzelwertung sogar den ersten Platz und in der Gesamtwertung den Rang zwei. Für die siegenden Soldaten von 1970 gab es noch eine besondere „Ehrung“: den Besatzungen wurde als ersten Panzersoldaten der Bundeswehr das schwarze Barett der Panzertruppe überreicht.

Fünfzehn Jahre nach der Einführung des Leopard I erfolgte 1981 im Panzerbataillon 33 die Umrüstung auf den Kampfpanzer Leopard II. Zugleich war es der Zeitraum der Umstellung auf die Heeresstruktur 4.

Kurz nach der Wiedervereinigung fand im Dezember 1990 auf dem Standortübungsplatz von
Luttmersen unter großer Medienbeachtung die Darstellung von gepanzerten und ungepanzerten Fahrzeugen zum Beispiel T-72 oder BMP und anderem Wehrmaterial des ehemaligen Warschauer Paktes statt. Der niedersächsische Innenminister Glogowski verlieh 1991 dem Panzerbataillon 33 das Fahnenband des Landes Niedersachsen.

Am 1. Oktober 1992 wechselt die Unterstellung des Bataillons von der Panzerbrigade 3 in Nienburg zur Panzerbrigade 21 in Augustorf. Gleichzeitig wechselte das PzBtl 33 in den KRK-Status. Die Fortentwicklung des Kampfpanzers Leopard brachte im Jahr 1995 die Umrüstung vom Leopard 2 A4 auf den Leopard 2 A5.

Einsätze des Bataillons

Teile des Bataillons waren dabei, als im Juni 1999 deutsche Soldaten über Albanien ins Kosovo einmarschierten. Es war der erste offizielle Auslandseinsatz des Bataillons. Dem schlossen sich 2001 weiter Einsätze im Kosovo und in Mazedonien an.

4 3 5

Nach fast zehn Jahren, am 1.Januar 2002, wechselte die Unterstellung des Bataillons erneut: von der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ in Augustorf zur Panzergrenadierbrigade 1 nach Hildesheim.

Der Hochwassereinsatz an der Elbe in Magdeburg im Jahre 2002 war nicht der erste Einsatz des Bataillons im
Rahmen von Katastrophenhilfe. Neben dem Wasser waren es auch Feuer und Schnee, die den vollen Einsatz des Bataillons erforderten. Beim Brand der Lüneburger Heide im Juli 1975 galt es, nahezu 100qkm brennende Wald- und Heideflächen unter Kontrolle zu bringen. Auch bei der großen Schneekatastrophe 1979 in Norddeutschland zeigten die Panzersoldaten ihre Fähigkeiten, durch Schneeräumung Versorgungsfahrten zu eingeschlossenen Ortschaften sicherzustellen und Krankentransporte mit militärischen Gerät durchzuführen, also „zu helfen und zu retten“.

8 7

Wer arbeitet soll auch feiern

Dass man aber auch feiern kann, das zeigte das Bataillons an seinem 45.Geburtstag. Ca. 550 Soldaten und 50 zivilen Mitarbeiter feierten nach dem offiziellem Erinnern und sportlichen Wettkämpfen am Abend im Soldatenheim an der Jürse. Und dieser zweite Teil des Tages wurde nicht zuletzt Dank der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldaten(EAS) zu einem gelungenen Fest. Das wurde nicht zuletzt erst durch finanziellen Möglichkeiten der EAS zur Truppenbetreuung ermöglicht.

Keiner sollte eine Bullenattrappe bezwingen. Zwar versuchte sich auch der Kommandeur als „mexikanischer Cowboy“, aber auch mal einen Kommandeur „fallen“ zu sehen, sorgte für Heiterkeit. Ob Tequila nun für oder gegen Kopfschmerzen gut ist, das aber konnte jeder Teilnehmer dieser mexikanischen Fete erst am nächsten Morgen beurteilen. Nach dem Stationierungsbeschluss des BMVg vom Nov 2004 bleiben Standort und das Bataillon erhalten. Danach wird das Panzerbataillon 33 zu den noch sechs Panzerbataillonen der Bundeswehr und zu den drei Bataillonen der so genannten Einsatzkräfte gehören.

Für 2006 ist mit der Auflösung der Panzergrenadierbrigade 1 ein Unterstellungswechsel zur Panzerlehrbrigade 9 nach Munster geplant.

Panzerbataillon 33 wird auf neuen Kampfpanzer „Leopard2 A6“ umgerüstet

LeoA6 2Luttmersen (pc). Das Panzerbataillon 33 wird mit dem neuesten Kampfpanzer „Leopard2 A6“ umgerüstet. Die ersten drei Panzer konnte Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Olaf Manhenke, am gestrigen Freitag an die Kompaniechefs der drei Kampfkompanien übergeben. Erst im September 2003 quasi zurückgerüstet vom „Leopard A5“ auf den älteren Typ A4, können sich die Panzermänner in der Wilhelmstein-Kaserne jetzt darüber freuen, mit der allerneuesten Technik ausgestattet zu werden.  Der neue „Leo“ hat neben einer neuen Waffentechnik mit einem längeren Rohr, eine modifizierte Rechneranlage. Gegenüber dem A5 ist er sechs Tonnen schwerer und hat ein Kampfgewicht von rund 62 Tonnen. Mit ihm und der leistungsgesteigerten Munition lassen sich noch bessere Trefferergebnisse erzielen, erklärt der Technische Stabsoffizier, Major Bernd Schulz.

Etwa bis Mitte 2006 soll die Umrüstung auf insgesamt 44 Kampfpanzer vollzogen sein. Bis zu diesem Zeitpunkt wird das Panzerbataillon 33 von einem Bataillon der Reaktionskräfte (RK) zu einem Verband der so genannten Einsatzkräfte (EK) umstrukturiert sein, dem drei der in der Bundeswehr verbleibenden sechs Panzerbataillone angehören. Für Juli 2006 ist auch mit der Auflösung der Panzergrenadierbrigade 1 für das Panzerbataillon 33 der Unterstellungswechsel zur Panzerlehrbrigade 9 nach Munster geplant. (Neustädter Zeitung vom 12.Nov 2005)

  
LeoA6 3
LeoA6 1

Das Panzerbataillon 33 war eines der letzten sechs verbliebenen Panzerbataillone des deutschen Heeres und wurde im zweiten Halbjahr 2015 im Zuge der Realisierung HEER 2011 in das Panzergrenadierbataillon 33 umgegliedert. Seine Leistungsfähigkeit hat das Bataillon bei Übungen im In- und Ausland, bei Hochwassereinsätzen an der Elbe und vielen Auslandseinsätzen unter Beweis gestellt: 1999 – Kosovo (Einmarsch), 2001 – Kosovo/Mazedonien, 2005 – Afghanistan, 2006 – Kosovo, 2009 – Kosovo, 2011 – Afghanistan, 2014 – Kosovo.

Am 6. März 2014 gab Oberstleutnant Hardt als der letzte Kommandeur des Panzerbataillons 33 auf dem Truppenübungsplatz Bergen den allerletzten Schuss aus einem Kampfpanzer Leopard 2A6 ab.

⇒   Neustädter Zeitung vom 03.10.2015

„Panzerbataillon 33     –     dran, drauf, drüber“

Panzerbataillon 33 meldet sich aus dem Funkkreis ab.