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2016

 

Januar       

Bundeswehr startet Ausbildung am neuen Schützenpanzer PUMA

Das Panzergrenadierbataillon 33 aus Neustadt am Rübenberge/Luttmersen wird als bundesweit erste Einheit im Umgang mit dem Schützenpanzer PUMA trainiert.

⇒    Ausbildung am neuen Schützenpanzer Puma

 

Februar     

Neujahrsempfang

Die Stadt Neustadt am Rübenberge und die Bundeswehr – Panzergrenadierbataillon 33 und Versorgungsbataillon 141 – laden erstmals ins Nordkreis-Eventcenter ein.

 

April         

Der Schützenpanzer PUMA wird der Öffentlichkeit erstmals auf der Robby in Mariensee vorgestellt.

 

Mai            

Der Innenminister Niedersachsens dankt den Soldaten des Panzergrenadierbataillons 33 für ihre Leistungen in der Flüchtlingshilfe

„Für Ihren Einsatz darf ich Ihnen im Namen der gesamten Niedersächsischen Landesregierung meinen herzlichen, tief empfunden Dank aussprechen!“  

Mit diesen Worten des Niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius wurden die Soldaten des  Panzergrenadierbataillons 33 am 09. Mai 2016 für ihre gezeigten Leistungen in Fallingbostel im Rahmen eines Appells gewürdigt. Bereits zuvor hatte Kommandeur Major Thorsten Nagelschmidt in seiner Rede verdeutlicht, dass die Frauen und Männer des Verbandes die hohe und anhaltende Belastung mit „Leistungsbereitschaft und Improvisationsgeschick“ vorbildlich erfüllt hatten.

Das CAMP FALLINGBOSTEL wird seit dem 05. Oktober 2015 durch das Land Niedersachsen als Erstaufnahmeeinrichtung genutzt und durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Johanniter (JUH) betrieben. Das Panzergrenadierbataillon 33 hat die Organisationen vom 20.10.2015 bis zum 31.03.2016 im Rahmen der Maßnahmen „Helfende Hände“ sowie „Schnelle Unterstützung“ bei dem Aufbau des Lagers, der Bewirtschaftung des Materials sowie bei der Aufnahme von Flüchtlingen personell als auch materiell unterstützt.

Im Besonderen unterstrichen die beiden Redner die hervorragend funktionierende zivil-militärische Zusammenarbeit zwischen der Truppe und den vor Ort eingesetzten zivilen Kräften, ohne die ein solcher Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Um diese Kooperation entsprechend zu würdigen, wurden Vertreter aller Organisationen zu dem Appell eingeladen. Ein anschließender Empfang in der Offizierheimgesellschaft rundete die Veranstaltung für alle Akteure ab.

Es war ein wichtiger Tag für die Soldaten vom Panzergrenadierbataillon 33. Der Appell hat gezeigt, dass die Menschen in der Region, aber auch im gesamten Bundesland zu wertschätzen wissen, welche großartige Leistung die Frauen und Männer des Verbandes in der Flüchtlingshilfe gezeigt haben.

Foto: Innenminister Boris Pistorius und Kommandeur Major Thorsten Nagelschmidt  (Foto: Oberstabsgefreiter Benjamin Tederke)
Ansprechpartner für die Presse: Oberleutnant Maximilian Kohl

⇒  Neustädter Zeitung vom 14.05.2016

Juni                      

Das Panzergrenadierbataillon 33 probt die Verladung beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf

Der Freitag, 24. Juni 2016, ist für das Panzergrenadierbataillon 33 und dem Lufttransportgeschwader 62 ein bedeutsamer Tag. Unter der Führung des Kommandeurs Major Thorsten Nagelschmidt ist der Aufklärungsverbindungszug der Panzergrenadiere mit einer Besatzung von Luttmersen nach Wunstorf marschiert, um dort die erste Verladung mit dem Eagle IV zu erproben. Zur Unterstützung des Kommandeurs waren der Technische Offizier Hauptmann Julian König sowie Hauptmann Roland Schmidt, Chef der 3. Kompanie, mit vor Ort. Hauptmann Schmidt ist im Verband mit dem Puma der erfahrenste Kompaniechef. In dieser Woche hatte seine Kompanie in Bergen den ersten scharfen Schuss im Verband überhaupt mit dem Schützenpanzer Puma abgegeben.

Nach einer detaillierten Einweisung am Cargo-Simulator des Transportflugzeuges A400M und gemeinsamen Gesprächen mit dem Leiter Ausbildungsinspektion Oberstleutnant Mitko Müller bewiesen die Technischen Ladungsmeister, wie schnell und professionell die Beladung eines Eagle IV durchgeführt werden kann.

Der Cargo Hold Trainer – Enhanced (CHT-E) ist ein in Originalgröße und mit nahezu allen Funktionen nachgebauter Laderaum der A400M. Er ist in einer eigens dafür errichteten Halle des neuen A400M-Ausbildungszentrums in Wunstorf installiert.

„Es ist ein erster Schritt für eine langfristige Kooperation“, sagt Kommandeur Nagelschmidt. Bereits jetzt planen beide Verbände schon für weitere gemeinsame Ausbildungsabschnitte in naher Zukunft. Nach der erfolgreichen Verladung des Eagle IV will das Panzergrenadierbataillon 33 im August mit dem neuen Schützenpanzerpuma PUMA nach Wunstorf verlegen. Eine weitere Verladung ist mit dem Großgerät aber erst mal nicht geplant, stattdessen wird die Luftwaffe durch die Panzergrenadiere aus Luttmersen in den neuen Schützenpanzer eingewiesen.

Ansprechpartner für die Presse: Oberleutnant Maximilian Kohl

 

Am 29.06.2016 besuchte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen das Panzergrenadierbataillon 33

Sie wollte sich einen Eindruck vom neuen Schützenpanzer PUMA und über das damit einhergehende Konzept „Infanterist der Zukunft“ verschaffen.

Von geplanten 54 Schützenpanzern PUMA verfügt das Bataillon aktuell über 16. Bei einer „dynamischen Gefechtsbild-Vorführung“ wurde der PUMA der Ministerin präsentiert. Von der Leyen war nicht nur von der höheren Feuerkraft und den besseren Schutz der Besatzung im Vergleich zu seinem Vorgänger MARDER beeindruckt, sondern auch über die ständige Vernetzung der Soldaten mit ihrem Panzer. Beachtenswert fand sie den fachlichen Stand der Soldaten und mit welcher Motivation diese bei der der Sache waren. Sie unterstrich, dass das Bataillon ein herausragender und bewährter Verband sei, der auf diverse Einsätze zurückblicken kann. Zuletzt stellte das Panzergrenadierbataillon 33 in Fallingbostel für 7.000 Flüchtlinge eine Unterkunft auf die Beine.

(Foto:Tschörner)

⇒  Neustädter Zeitung vom 02.07.2016

 ⇒    Besuch der Verteidigungsministerin

September

Das Panzergrenadierbataillon 33 übt unter Volllast im Rahmen der Brigadeübung „HEIDERITT“

Die sichere Anwendung des Führungsprozesses mit dem wesentlichen Bestandteil der Entscheidungsfindung bildet die Basis für das Führen mit Auftrag und ist Grundlage für die Leistungsfähigkeit eines Bataillons. Um den Führungsprozess und damit verbunden das Herstellen und Halten der Einsatzbereitschaft sowie ein Bestehen in Einsätzen zu erreichen, gilt es in den Verbänden regelmäßig taktische Weiterbildungen durchzuführen.

Aus diesem Grund hat der Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9, Brigadegeneral Gunter Schneider, befohlen, eine Führerweiterbildung im Rahmen einer Brigadeübung am Standort Wildflecken in Bayern durchzuführen. Dabei war die Absicht des Kommandeurs vor allem die Kampftruppenbataillone der Brigade in der Operationsart Angriff durch das Mittel einer rechnergestützten Übung in der Gefechtsstandarbeit zu beüben. Die technischen Voraussetzungen wurden hierbei durch das Gefechtssimulationszentrum Heer geschaffen, basierend auf KORA (Korpsrahmenmodell für die Offizierausbildung) und der Kopplung mit dem Führungsinformationssystem Heer (FüInfoSys H).

Nachdem der Bataillonskommandeur des Panzergrenadierbataillons 33, Major Thorsten Nagelschmidt, den Befehl zeitgerecht ausgewertet hatte, wurde im Rahmen der Vorbereitung eine verbandsinterne taktische Führerweiterbildung auf den Dienstplan gesetzt. Im Klartext hieß das für die Panzergrenadieroffiziere: eine Woche dezidierte intensive Taktikausbildung. Ziel musste es sein, die taktischen Fähigkeiten der Soldaten zu steigern und damit die Voraussetzungen für die erfolgreiche Teilnahme an der bevorstehenden Brigaderahmenübung zu schaffen. Um hierfür den größtmöglichen Gewinn zu generieren, wurde der Grundbetrieb auf einem Minimum reduziert. An dieser Stelle lohnt sich ein Zitat des Bataillonskommandeurs: „Die Frage ist nicht mehr das „ob“, sondern das „wie“. Wesentliche Aufgaben der jungen Offiziere waren hier unter anderem die Auffrischung und Festigung der taktischen Kenntnisse in der Operationsart Angriff unter ständiger Einbeziehung des Führungsprozesses sowie die Erarbeitung von Verfahrensabläufen in der Gefechtsstandarbeit. Das hierbei gesetzte Ziel wurde deutlich erreicht.

Eine Woche später rollte das gesamte Führungspersonal des Verbandes gen Süden. In Wildflecken angekommen, zeichnete sich alsbald ab, welche Herausforderungen auf die Unteroffiziere und Offiziere zukommen würden. Nach Erhalt des Befehls für den Angriff durch den Brigadegeneral hatten die Verbände wenige Tage Zeit den allbekannten Führungsprozess zu durchlaufen, um am Ende des Tages den Kompaniechefs im Rahmen einer Befehlsausgabe die Kampfaufträge zu vermitteln. Auftrag des Panzergrenadierbataillons 33 war es, zunächst dem Angriff im Schwerpunkt zu folgen. Oberflächlich gesehen, klingt das erst einmal relativ einfach. Mit welchen Herausforderungen dieser Auftrag tatsächlich versehen war, wurde anschließend allen Akteuren schnell bewusst. Während dem Panzerlehrbataillon 93 ein Gefechtsstreifen zur Ausplanung klar vorgegeben wurde, sahen sich die Panzergrenadiere aus Luttmersen vor der Hürde gleich drei Gefechtsstreifen beurteilen zu dürfen. Im Klartext hieß das für alle: dreimal den Führungsprozess in unveränderter Zeitspanne anwenden. Die Beurteilung der Geofaktoren, zivilen Lage und gegnerischen Kräfte sind dabei nur einige Beispiele einer Vielzahl an Elementen des gesamten Prozesses, die eine intensive Bearbeitung erfordern. Bei gleichzeitiger Einhaltung der gesetzten Zeitvorgaben forderte die Arbeit so manche Schweißperlen. Die Nachtarbeit lohnte sich dennoch für alle Soldaten, denn für die Brigaderahmenübung HEIDERITT 2016 wurde durch den Brigadekommandeur der Ausnahmetatbestand festgelegt. Somit trat die Ausgleichsregelung gem. A-1420/34, Nr. 3 in Kraft.

Nach der Planung ist vor dem Gefecht

Nachdem die Kompaniechefs in ihre Aufträge eingewiesen wurden und die Verbände in den einsatznahen Verfügungsraum marschiert sind, konnte der Angriff pünktlich auf Befehl beginnen. Bereits hier wurde ersichtlich, welche Herausforderungen das System KORA und FüInfoSys H auf allen Ebenen mit sich bringen würden. Während einerseits Fahrzeuge bereits im Anmarsch am ersten Übergang stecken blieben und das System diese nicht mehr befreien wollte, hatten die Soldaten auf dem Bataillonsgefechtsstand anderseits Schwierigkeiten den realen Standort der Einheiten in KORA auf FüInfoSys H zu übertragen und aufrecht zu halten. Hier ist die wesentliche Erkenntnis des Tages, dass zukünftig eine intensive Ausbildung mit der hier verwendeten IT weiter forciert werden muss. Ungeachtet der anfänglichen Hürden griff die Panzerlehrbrigade 9 dennoch wie befohlen an.

Nachdem der Panzergrenadierverband in den ersten Tagen im Schwerpunkt weiter folgte, konnten sich die 33er im Verlauf der Woche dann doch noch beweisen: das Gewinnen des Flusses Lauer im Zwischenziel, welches gleichzeitig den vorderen Rand der Verteidigung des Feindes darstellte. Wo Panzer nicht weiterkommen, kann sich die Panzergrenadiertruppe entsprechend ihrem Auftrag abgesessen beweisen. Hier wird besonders deutlich, wie wichtig der Feuerkampf im Verbund ist. Nur durch die gemeinsame Zusammenarbeit von Artillerie, Pionieren, Aufklärern (Kampfunterstützung), den Sanitäter und der Logistik (Einsatzunterstützung)  sowie der Kampftruppe selbst kann der Angriff erfolgreich fortgeführt werden.

Für den Verband, eingesetzt als neuer Schwerpunkt, galt es nun Brückenköpfe zu bilden, diese zu härten und den weiteren Angriff zu ermöglichen. Die Arbeit im Verbund zahlte sich dabei vollends aus. Erfolgreich konnte der Feind weiter Richtung Süden getrieben werden. Auch wenn am Endes des Tages, oft systembedingt, geplante Ausführungen holprig erschienen und entsprechend wiederholt werden mussten, blieben vor allem die Bilder und Erkenntnisse der taktischen Inhalte, die alle beteiligten Soldaten mitgenommen haben. Tagtäglich war es dem eingesetzten Gefechtsstandpersonal möglich, neue Mittel für ein stringent arbeitendes Kollektiv zu eruieren und diese dann in der Folge umzusetzen, so dass sich schon bald auf allen Ebenen Ausbildungserfolg einstellte.

Resümierend gesprochen haben die drei Wochen intensive Taktikausbildung die Zielsetzung des Brigadekommandeurs sowie der einzelnen Verbände bestätigt. Ziel war es letztlich nicht, in einem Rutsch das Angriffsziel zu nehmen und als klarer Gewinner des Gefechts hervorzugehen. Vielmehr war es wichtig, den jungen Offizieren Bilder zu vermitteln und daraus Erkenntnisse und ein Verständnis für die Arbeit auf dem Gefechtsstand zu generieren. Auf dieser Ausbildungsphase muss der gesamte Fokus liegen. Soldaten, die nebenbei voll und ganz den Grundbetrieb stemmen wollen, sind zum Scheitern verurteilt. Dafür sind Übungen wie HEIDERITT ein hervorragendes Mittel. Auch das Panzergrenadierbataillon 33 beschäftigt sich ausschließlich nur noch mit dem „wie“ statt dem „ob“ und wird zukünftig auf dieser Ebene weiterarbeiten, um letztlich das übergeordnete Ziel, das Herstellen und Halten der Einsatzbereitschaft, zu erreichen.

Autor: Oberleutnant Maximilian Kohl (na. Pressoffz PzGrenBtl 33

Oktober

Zivil-Militärische Zusammenarbeit

„Freilufttagung“ des Unternehmerkreises Neustadt am Rübenberge am 21.10.2016 bei den Panzergrenadieren aus Luttmersen

Seit nunmehr 28 Jahren trifft sich der Unternehmerkreis Neustadt. Die von der Hannoverschen Volksbank als Initiator ins Leben gerufene Veranstaltung lädt jedes Jahr eine Gruppe von Unternehmern aus der Region ein. Dieses Jahr nutzten das Panzergrenadierbataillon 33 sowie das Versorgungsbataillon 141 die Gunst der Stunde, um die Bundeswehr insgesamt als attraktiven Arbeitgeber vorzustellen. Folglich und entgegen aller Erwartungen fand diesmal die Tagung nicht in geschlossenen Räumen statt.

Das Programm des größten Arbeitgebers der Region ließ am 11. Oktober 2016 keine Wünsche offen: Parallel zu der bereits angelaufen Informationslehrübung Landoperationen 2016 in Munster und Bergen erhielten die geladenen Unternehmer ein ganz eigenes Programm auf dem Truppenübungsplatz. Neben der Darstellung von ausgewähltem Großgerät, wie dem neuen Schützenpanzer Puma, konnten die Gäste einen Einblick in die Gefechtsstandarbeit und Versorgung eines Kampftruppenbataillons in einer laufenden Operation gewinnen. Im Anschluss hatten alle Beteiligten die Möglichkeit bei „Bratwurst und Steak“ die zivil-militärische Kooperation zu stärken und zukünftige gemeinsame Wege zu diskutieren.

Ziel der Veranstaltung war es, neben der Vorstellung der Bundeswehr, die Bedeutung der wechselseitigen zivil-militärischen Unterstützung hervorzuheben und zu stärken: „Schaffung von Perspektiven für ausscheidende Soldaten“, „Einblicke in militärische Strukturen für zivile Unternehmer unter dem Status eines Reservisten“, „arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Bundeswehr in der Region“ sind dabei nur einige Elemente in der Entwicklung zukünftiger Kooperationsmodelle.  Am Ende können alle nur gewinnen.

In der Tat war die Tagung des Unternehmerkreises Neustadt an diesem Tag ein Gewinn für alle Beteiligten: „Die Bundeswehr hat sich heute sehr gut präsentiert und wir kommen alle gerne wieder“, fasste der Vorsitzende zum Abschluss zusammen. Beste Voraussetzungen für die zukünftige zivil-militärische Zusammenarbeit in der Region.

Foto: Abschlussbild “Versorgung eines Kampftruppenbataillons”  (Katrin Selsemeier (zivil; PzAusbZ Munster)

Ansprechpartner für die Presse: Oberleutnant Maximilian Kohl

Erste KSE-Inspektion in einem Puma Verband

Die Ukraine und Weißrussland inspizieren das neue Großgerät des Panzergrenadierbataillons 33

Der Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) ist ein integraler Bestandteil der Sicherheitsarchitektur Europas und ist seit dem 9. November 1992 in Kraft. Zu den Hauptzielen des Vertrages gehört die Schaffung eines sicheren und stabilen Gleichgewichts der konventionellen Streitkräfte auf niedrigem Niveau. Ferner verfolgt der Vertrag die  Beseitigung von Ungleichgewichten sowie der Fähigkeit der Auslösung von Überraschungsangriffen und zur Einleitung großangelegter Offensivhandlungen in Europa. Der Austausch von Informationen sowie die Überprüfung dieser Angaben durch gegenseitige Inspektionen stellen wesentliche Instrumente des Vertrages dar.

Nach mehreren Jahren ohne konventionelles Großgerät im Panzer-/Panzergrenadierbataillon 33 leistet der Verband seit diesem Jahr wieder einen elementaren Beitrag im jährlichen Informationsaustausch des KSE-Vertrages. Durch die Einführung des neuen Schützenpanzers Puma, nahe des kleinen Ortes Luttmersen, wurde in der logischen Konsequenz auch das Interesse aller OSZE-Staaten gesteigert. Wie groß das Interesse anderer Nationen am Schützenpanzer tatsächlich war, sollte sich schon bald herausstellen.

Vorbereitung: Während sich der Verband noch inmitten der Phase der Einführung der neuen Raubkatze befand, wurde der Standort Neustadt am Rübenberge und gleichzeitig das Panzergrenadierbataillon 33 als Verifikationsobjekt für eine KSE-Inspektion identifiziert. Am 18.10.2016, kurz vor Dienstschluss, wurde der KSE-Berater im Verband durch das Vorkommando des Zentrums für Verifikationsaufgaben (ZVBw) telefonisch mit folgenden Worten informiert: „Verschieben Sie den Dienstschluss, morgen werden Sie inspiziert!“ (Das ZVBw hat den einzigartigen Auftrag unter der Führung des BMVg die Umsetzung der Rüstungskontrollverträge sicherzustellen und ist entsprechend in dieser Angelegenheit erster Ansprechpartner der Truppe).

Nachdem die KSE-Berater des Panzergrenadierbataillons 33 die Auftragslage erkannt hatten, begann die richtige Arbeit. Bis zur geplanten Ankunft des ukrainischen Inspektionsteams hatte der Verband noch mehr als zwölf Stunden, also genug Zeit zur Vorbereitung. Grundsätzlich galt es, die stets up-to-date gehaltenen KSE-Unterlagen zu überprüfen und zur Vorlage vorzubereiten. Dieser Arbeitsschritt stellte sich als unproblematisch dar, lediglich zwei Aktualisierungen mussten in Zusammenarbeit mit dem Vorkommando vorgenommen werden.

Weit schwieriger gestaltete sich die Überprüfung des Verifikationsobjektes in Bezug auf alle möglichen Standorte von konventionellem Gerät in der Liegenschaft (Tore, Hallen, Container, Gebäudetüren mit Ausmaße von mind. 2×2 Meter). Hier galt es zunächst den Soldaten die Wichtigkeit der anstehenden Inspektion zu vermitteln. Schließlich ist Rüstungskontrolle für das gesamte Personal im Bataillon bei Weitem nicht der Schwerpunkt im Tagesbetrieb. Glücklicherweise war der Verband in der Lage, zügig das gesamte Schlüsselpersonal mit Zugang zu allen Örtlichkeiten zu erreichen. Entsprechend konnte nach Ankunft des Vorkommandos mit der 100-Prozent Prüfung in der Liegenschaft begonnen werden, um so Überraschungen am nächsten Tag zu vermeiden. Obwohl der Standort nicht gerade zu den größten der Bundeswehr zählt und das Bataillon momentan eine überschaubare Anzahl an konventionellem Großgerät besitzt, dauerte dieser Arbeitsschritt nahezu drei Stunden. Hier ist eine funktionierende Schlüsselordnung das A und O, um Friktionen zu vermeiden. Nachdem alle vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen waren, gab sich das Vorkommando im Hinblick auf den nächsten Tag zuversichtlich.

Zum Abauf: Um neun Uhr morgens erreichte das ukrainische Inspektionsteam, ergänzt durch einen weißrussischen Kameraden, samt Übersetzer und Hauptkräfte ZVBw die Wilhelmstein-Kaserne. Unmittelbar nach Ankunft wurden die Kräfte durch den stellvertretenden Bataillonskommandeur sowie den KSE-Beratern begrüßt und aufgenommen, um anschließend in einem einstündigen Briefing das Verifikationsobjekt mit dem gesamten Großgerät erläutert zu bekommen. Dafür eingerichtet wurden ein Briefing- und Arbeitsraum, die sich zweckmäßigerweise in dem gleichen Gebäude befinden sollten. Nachdem die Sachlage durch den stellv. Kdr aufgezeigt wurde und der Informationsbedarf der Inspizierenden gedeckt war, begann die eigentliche Überprüfung. Aufgeteilt in drei Gruppen wurden der gesamte Kasernenbereich sowie der Standortübungsplatz auf die gemeldeten Fahrzeuge mit entsprechenden Gerätelisten im Detail überprüft. Erwartungsgemäß zog der neue Schützenpanzer Puma die Aufmerksamkeit auf sich. Entsprechend der Einhaltung aller Vorschriften wurden prompt zahlreiche Außenfotos durch das hochinteressierte Inspektionsteam gemacht. Sichtlich zufrieden mit dem Gezeigten sammelten alle Gruppen bereits gegen 14 Uhr wieder im Arbeitsraum, um anschließend den Inspektionsbericht zu schreiben. In dieser Phase stieg nochmals die Anspannung aller Beteiligten. Schließlich gibt das Ergebnis im Bataillon (taktische Ebene) Rückschlüsse auf die gesamte deutsche Rüstungskontrolle (politisch-strategische Ebene). Dieser Verantwortung sollte man sich bewusst sein.

Abschluss und Resümee: Gegen 15 Uhr wurden alle Verantwortlichen an den Tisch zurückgerufen. Hier präsentierte der ukrainische Inspektionsteamleiter das Ergebnis und erläuterte zugleich den Bericht. Tatsächlich verlief der Tag genauso, wie sich die Inspizierenden eine Inspektion vorstellen. Soll heißen: Bestanden ohne Einschränkungen. Mit diesem Ergebnis konnten alle Parteien gut leben. Zum Abschluss wurden Gastgeschenke auf beiden Seiten verteilt, so dass alle Anwesenden ein Andenken mit nach Hause nehmen konnte.

Resümierend ist zu sagen, dass die dezidierte Vorbereitung auf eine solche Maßnahme das wichtigste Kriterium überhaupt ist. Die KSE-Inspektion im Panzergrenadierbataillon 33 hat gezeigt, dass durch vorbereitende Maßnahmen die eigentliche Überprüfung zu einem leichten ja teilweise entspannten Schritt wurde. Dabei sollten alle Soldaten im Verband hinsichtlich der Thematik vorab in Weiterbildungen sensibilisiert werden, um so entsprechende Standards zu erreichen.  Die Papierlage (Informationsaustausch, Gerätelisten, KSE-Änderungsmeldungen,…) sollte grundsätzlich keine Herausforderung darstellen, sofern die KSE-Berater den Stand im System aktuell halten und zeitgerecht melden. Die Zusammenarbeit mit dem Vorkommando des ZVBw lief hervorragend und hat direkt von Beginn an die unbegründete Sorge bezüglich des Unbekannten genommen. Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass in den beiden Tagen allen beteiligten Soldaten in der Liegenschaft wichtige Bilder vermittelt wurden, die sicherlich im Rahmen der nächsten Rüstungskontrollen gut genutzt werden können.

Autor: OLt Maximilian Kohl / Presseoffizier Panzergrenadierbataillon 33

 

2017

Januar

Neujahrsempfang

Etwa 350 Gäste folgten der Einladung der Stadt Neustadt am Rübenberge und der Bundeswehr – Panzergrenadierbataillon 33 und Versorgungsbataillon 141 – am Mittwoch, 21. Januar, in die NASC-Halle, um das alte Jahr Revue passieren und sich auf das neue Jahr einstimmen zu lassen.

⇒  Neustädter Zeitung vom 21.01.2017

⇒  Leine Zeitung vom 20.01.2017

 

Juni

50 Jahre Patenschaft Gemeinde Rodewald – 3. Kompanie Panzergrenadierbataillon 33

Am 15.06. fand der Bataillonsappell auf dem Festplatz in Rodewald statt. Als Ehrengast war die Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen, angereist, um dem Austausch der Patenschaftsurkunden beizuwohnen.

⇒   Neustädter Zeitung vom 14.06.2017

⇒   Leine Zeitung vom 16.06.2017

⇒   Neustädter Zeitung vom 17.06.2017

September

Soldaten der 3. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 33 und Mitglieder der Patengemeinde Rodewald weihen den Findling ein.

⇒   Neustädter Zeitung vom 13.09.2017